15. November 2019

Der Advent kommt bestimmt - und damit auch die Zeit der Punsch- und Glühweinstände. Lesen sie hier Informationen, was dabei zu beachten ist!

In den Vereinsrichtlinien des Bundesministeriums für Finanzen ist unter RZ 289a dazu folgendes festgehalten:

Betreiben einer Punschbude

Der Betrieb von Punsch- oder Glühweinständen durch einen gemeinnützigen Verein stellt einen entbehrlichen Hilfsbetrieb gemäß § 45 Abs. 1 BAO dar, wenn der Spendensammelzweck eindeutig erkennbar ist.

Von den Mitgliedern unentgeltlich zur Verfügung gestellte Speisen oder Getränke (z.B. Weihnachtsbäckerei) stellen keine steuerpflichtigen Einnahmen, sondern Spenden dar, die in den Betrieb eingelegt werden und steuerlich unbeachtlich sind.

Sollten für die Gewinnermittlung keine ausreichenden Unterlagen vorhanden sein, kann der Gewinn aus dem Betrieb der Punsch- oder Glühweinstände mit 10% der erzielten Betriebseinnahmen (Verkaufserlöse) angesetzt werden. Wenn Verkaufserlöse erzielt werden, die über den gemeinen Wert der angebotenen Speisen oder Getränke erheblich hinausgehen (mehr als 100%), ist dieser Teil ertragsteuerlich als Spende anzusehen und nicht bei der Gewinnermittlung zu berücksichtigen.

Besteht neben dem Erwerb von Speisen oder Getränken zusätzlich die Möglichkeit, über separat aufgestellte Spendenboxen unentgeltliche Zuwendungen zu tätigen, stellen diese echte Spenden und somit keine Betriebseinnahmen dar.

VereinsR 2001 GZ 06 5004/10-IV/6/01 idF GZ BMF-010216/0002-IV/6/2017 vom 04. Dezember 2017
© Bundesministerium für Finanzen

Für den entbehrlichen Hilfsbetrieb gilt die Regelung von max. 72-Stunden pro Jahr. Des Weiteren ist das Jugendschutzgesetz auszuhängen, die Allergene zu kennzeichnen (Glühwein enthält Sulfite (O)) und der Vermerk anzubringen: „Unsere Weihnachtsbäckerei und Kekse wurden von Privatpersonen zu Hause hergestellt. Die Allergenkennzeichnung entfällt aufgrund der Ausnahmeregelung für gemeinnützige Vereine.